Als Blogger verlinkt man relativ viel auf andere, durchaus auch kommerzielle Webseiten im Internet.
Beispiel algar-web.de, ein von mir nebenbei betriebenes Blog mit meinen persönlichen Reiseerfahrungen und Tipps zum Reisen in Portugal, Spanien und Griechenland.
Hier verlinke ich oft auf Fluggesellschaften, wenn gerade mal wieder Flugschnäppchen angeboten werden oder auch mal auf die Hotelkritiken bei Holidaycheck und auf Reiseführer bei amazon.de.
Nun bieten sehr viele dieser Anbieter auch über verschiedene Affiliate-Netzwerke oder auch selbst Partnerprogramme an, über die man für an die jeweiligen Händler/Firmen vermittelte Kunden eine Provision bekommen kann.
Gerade als Blogger, der über verschiedenste Themen berichtet, aber nicht gezielt zum Geld verdienen, irgendwelche Zielseiten verlinkt, ist es nun recht mühsam, für jeden einzelnen Ziel-Link herauszufinden, ob es ein passendes Partnerprogramm gibt, wie die Bedingungen sind und vor allem, wo die Auszahlgrenze liegt.
Denn oft macht man bei einzelnen Partnern nur sehr geringe Umsätze und somit noch viel weniger Gewinn, so dass man oft jahrelang warten muss, bis man eine eventuell hohe Auszahlgrenze erreicht hat.
Ziel für ein Affiliate Marketing auf Blogs muss also ein möglichst einfaches, alles abdeckendes System sein, das wenig Zutun erfordert.
Genau solche drei Anbieter möchte ich heute vorstellen: Bee5 und Adgoal, die beide aus dem gleichen Haus stammen, sowie Yieldkit.
Gemeinsam ist allen Dreien, dass sie Links in provisionsliefernde Affiliate-Links verwandeln und dem Blogger schließlich irgendwann die Einnahmen (unter Abzug eines eigenen Anteils, von dem der Anbieter ja leben muss) auszahlen.
Das Funktionsprinzip ist dabei ein bisschen anders:
Bee5
Bei Bee5 kann der Teilnehmer entweder auf den Webseiten von Bee5 selbst einen Link in einen passenden Affiliate-Link umwandeln. Außerdem gibt es eine API, die eine Automatisierung dieses Prozesses erlaubt. Auch ein fertiges WordPress-Plugin, welches diese API nutzt, ist vorhanden.
Wer als Blogger Zugriff auf die .htaccess-Datei seines Blogs hat, kann auch einen Redirector unter der eigenen URL betreiben, so dass die Affiliate-Links im Blog aussehen wie lokale Links.
Der große Vorteil (und gleichzeitig ein Nachteil) ist die quasi statische Generierung des Affiliate-Links bei Erstellung eines Artikels im Blog. Einerseits wird deshalb keinerlei Javascript o.ä. auf Seiten des Besuchers der Webseite benötigt, der Affiliate-Link ist ein ganz normaler Link, der auch immer funktioniert.
Das führt aber natürlich auch dazu, dass Links zu Webseiten, die erst später, nach Verfassen des Artikels, über Bee5 monetarisierbar geworden sind, manuell nachträglich angepasst werden müssen, was bei den Javascript-Lösungen von Adgoal und Yieldkit (siehe unten) nicht der Fall ist.
Persönlich nutze ich Bee5 auf diversen Seiten und hatte damit tatsächlich noch nie Probleme. Die Erfassung und Abrechnung erfolgt sicher und schnell, ebenso wie die Auszahlung.
Adgoal
Vom gleichen Anbieter wie Bee5 stammt Adgoal. Auch hier werden Links über Partnerprogramme automatisch monetarisiert. Bei Adgoal muss jedoch dafür ein Javascript-Schnipsel in die Webseite eingebaut werden, der dafür sorgt, dass Links quasi zur Laufzeit umgewandelt werden in Affiliate-Links:
Vorteil: Jeder Link wird bei jedem Aufruf überprüft, so dass auch später hinzu gekommene Partnerprogramme quasi ab Freischaltung automatisch genutzt werden.
Nachteil: Durch den Einsatz von Javascript werden nur Benutzer berücksichtigt, die auch Javascript aktiv haben.
Adgoal bietet auch noch andere Monetarisierungsmöglichkeiten wie sog. SmartTags (Anreicherung des Textes mit automatisch verlinkten Schlüsselwörtern) und Smart Adsearch für context-sensitive Werbung an, die ich aber nie getestet habe.
Adgoal hatte ich mal eine Zeit lang im Einsatz, allerdings war ich von den Umsätzen nicht wirklich überzeugt. Besonders auf Technik-Seiten habe ich den Eindruck, dass viele Benutzer mit Tools wie NoScript etc. unterwegs sind, so dass keine Erfassung und Linkumwandlung zustande kommt.
Yieldkit
Yieldkit funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie Adgoal, d.h. über ein eingebettetes Javascript-Sniplet, genannt YieldLink. Es gelten die bei Adgoal genannten Vor- und Nachteile.
Auch hier gibt es eine weitere Möglichkeit, Geld zu verdienen: Bei YieldWords werden Keywords im Text in Werbelinks verwandelt.
Yieldkit habe ich aktuell noch vereinzelt im Einsatz auf Webseiten, wo ich mich aktiv definitiv nicht um eine weitere Vermarktung kümmern möchte. Auch hier sind die Einkünfte eher bescheiden. Gleiche Vermutung: Häufiger Einsatz von Blockern wie NoScript.
Fazit
Zumindest auf Blogs bin ich ein riesengroßer Fan von Bee5, da durch die Generierung von "richtigen" Links keinerlei Probleme mit Javascript und verwendeten Blockern existieren. Meiner Erfahrung nach funktionieren sowohl Erfassung als auch Auszahlung 100%ig korrekt und schnell. Selbst kleinen Blogs kann ich Bee5 vorbehaltlos empfehlen, da durch die Vielzahl der Partner trotzdem regelmäßig Umsatz zustande kommt.
Adgoal oder Yieldkit würde ich persönlich nur dort empfehlen, wo wirklich keinerlei Interesse an einer manuell optimierten Verlinkung/Vermarktung existiert oder die Möglichkeiten schwierig sind, wie z.B. in selbst betriebenen Foren.