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Was im Web wirklich interessiert – Oder: the internet is for porn…




Statistiken können doch recht spannend sein...

Der Netgestalter veröffentlicht in seinem Blog regelmässig eine monatliche Auswertung über Besucherzahlen, -entwicklung und Einnahmen, die meine eigenen Erfahrungen, die ich auf surfkraft.de sammeln konnte, eindrucksvoll unterstreicht.

Im März 2008 hatte er rund 87.000 Besucher. Die Top 5 Keywords, die via Suchmaschinen zu seiner Seite führten, waren "timtube", "youporn", "redtube", "red tube" und "tim tube", also alles Suchbegriffe aus der Welt der Schmuddel-Video-Portale, welche alleine für ca. 38.000 Besucher verantwortlich waren...
Auf surfkraft.de sammle ich ja gerade ähnliche Erfahrungen: Alleine durch den Begriff "Votze", der aufgrund eines gleichnamigen Liedes von Elvis Pummel und die im Blog veröffentliche last.fm-Playlist auf meine Webseiten kam und den nachfolgenden Artikel, in dem ich über diesen Suchbegriff berichtet und den ich mit dem Tag "porno" versehen hatte, haben sich die Besucherzahlen mehr als verdoppelt.
Die Suchbegriffe, die sich dabei in den Logs wiederfinden, lassen Schlimmes über den Zustand des durchschnittlichen (?) Internetsurfers vermuten:
  • Zuerst einmal fällt auf, dass wirklich Hunderte von Besuchern das Google-Suchfeld mit der URL-Zeile des Browsers verwechseln. Top-Suchtreffer für surfkraft.de sind u.a. "www.pornos.de", "porno.de" und diverse weitere Varianten davon.
  • von Rechtschreibfehlern nur so strotzende Abfragen; man kann es offensichtlich schaffen, wirklich jedes Wort falsch zu schreiben, Google ist anscheinend mittlerweile so intelligent, Dinge wie "Vidio" als Video zu interpretieren: "votze unter rock vidio" ist da ein schönes Beispiel frisch aus den Logs...
Es scheint also an der typischen Medien-Darstellung des sexbesessenen Internetsurfers doch ein bisschen was dran zu sein; andererseits lädt das natürlich direkt dazu ein, doch mal zu versuchen, diese Erfahrungen mit Seitenbesuchern zu monetarisieren, z.B. über Referrer-abhängige Werbung speziell für diese Zielgruppe. Der oben erwähnte Netgestalter scheint das schon ganz gut im Griff zu haben, wenn man sich mal seine Einnahmenstatistik ansieht... Mal gucken, ob ich davon etwas lernen (und umsetzen) kann.

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